Schachclub Oranienburg e.V.

Presse Punktspiele

Auf dieser Seite befinden sich die Mitgliederberichte zu den einzelnen Punktspielbegegnungen der Saison 2011/12.

Runde 5 - 15.1.2012

Der Schachclub Oranienburg (SCO) startete am 15. Januar sehr gut in die zweite Halbzeit der Punktspielsaison 2011/12. Einziger Wermutstropfen war die knappe Niederlage der vierten Mannschaft. Die anderen drei Mannschaften gewannen. Die „Erste“ verteidigte ihren Platz an der Tabellenspitze der Landesliga und so riecht es in den Gefilden des Schachclubs erstmals in seiner Geschichte manchmal schon ein wenig nach Oberliga.

Unsere „Erste“ nicht zu stoppen

In der 5. Runde am 15.01.12 musste die erste Mannschaft des SCO in Fürstenwalde bei der nominell deutlich stärkeren BSG Pneumant antreten. Beide Teams traten auch fast in Bestbesetzung an und so begann ein bis zum Ende spannender und hoch dramatischer Wettkampf. Zu Beginn sah alles nach einer deutlichen Niederlage aus. Dem starken Remis von Michael Ermitsch am ersten Brett folgten 2 Niederlagen an den Brettern 4 und 8. Musste man mit der Niederlage von Georg Billing an Brett 4 noch rechnen, so überraschte die Niederlage an Brett 8 doch unangenehm. Henry Oelmann war der einzige Spieler in unserer Mannschaft, der eine bessere Wertzahl als unsere Gegner aufzuweisen hatte, um so ärgerlicher diese Null. Zu diesem Zeitpunkt waren 3:30 Stunden gespielt und an den restlichen Brettern stand auch nur Mannschaftsleiter Carsten Schwenteck vorteilhaft. Als nächstes endete die Partie von Stefan Kayser mit einem für uns eher glücklichem Remis. Dann aber ging alles sehr schnell und das Blatt wendete sich. Erst gewann Jan Eichler an Brett 7 dann willigte Klaus-Dieter Heckert in das Remis ein und Carsten Schwenteck brachte seinen Vorteil sicher nach Hause. Somit stand es nach 7 Partien 3,5 zu 3,5. Nur noch Ekkehard Ellenberg spielte an Brett 2 und sein Gegner sah alles andere als glücklich aus. Er hatte das zwischenzeitliche Remisangebot abgelehnt, sich aber in eine hoffnungslose Stellung manövriert. Er zögert den Verlust zwar noch einige Züge hinaus, streckte dann aber doch die Waffen. Unser Jubel war berechtigt, hatten wir doch mit 4,5 zu 3,5 einen vorher nicht erwarteten Sieg geholt und somit die Tabellenführung ein weiteres Mal verteidigt. Mit stolzgeschwellter Brust machten wir uns auf den Heimweg und erwarten mit Spannung die 2. Mannschaft von Empor Potsdam zum nächsten Heimspiel. Von uns aus kann es so weitergehen.

Carsten Schwenteck

"Unterhaus" legte Fundament

Es war ein harter Fight der zweiten Mannschaft in der Landesklasse (Nord) gegen den starken Aufsteiger in Bad Freienwalde. Alle Partien wurden ausgekämpft und nicht eine einzige endete Unentschieden. Dass es an den ersten vier Brettern schwer werden würde, war klar. Dafür sollte das Unterhaus (Bretter 5 bis 8) möglichst voll punkten. Dass dies zu 100% gelang, war ein Verdienst von Rainer Witthuhn, Wolfgang Fiß, Uli Stegemann und Bernd Rast. Torsten Hannemann (Brett 3) und Wolfgang Meier (Brett 4) begingen positionelle Fehler, die zu Niederlagen führten. Unglücklich die Niederlage von Thomas Melerowicz am 1. Brett, der in aussichtsreicher Stellung eine falsche Figur berührte und entsprechend der Regel „Berührt-geführt!“ sofort einen Turm verlor. Beim Stand von 4:3 hing alles von der letzten Partie am 2. Brett ab. Hier blieb jedoch Gerhard Großmann ganz cool und verwertete sicher seinen Stellungsvorteil zum 5:3 für seine Mannschaft, die somit nach 5 Runden einen guten 4. Platz belegt.

Gerhard Großmann

7:1 oder 8:0?

So lautete die Frage am Abend des fünften Spieltages für unsere dritte Mannschaft. Zu Hause hatten wir gegen die mit einem Spieler weniger angetretenen Schachfreunde vom USV Potsdam V redlich 7:1 gewonnen. Später am Abend erschien aber ein 8:0 im „chess organizer“. Nach Auskunft von Manfred Schulz hatte der Computer bemerkt, dass ein in unserer Begegnung als „nicht angetreten“ gelisteter Spieler gleichzeitig in einer anderen Mannschaft des USV aktiv mitspielte, also doppelt verbraten wurde. Deshalb das 0:8 für den USV V. Die in den einzelnen Spielen erzielten Ergebnisse sollen aber am Ende der Saison in der DWZ-Auswertung berücksichtigt werden. Das waren für uns immerhin sechs Siege und zwei Remis. Manfred Schulz gewann kampflos, Jörg Engberg nach eigenen Worten an Brett 1 schmucklos, nachdem er seinem Gegner einen Turm weggesperrt hatte. Am längsten, verbissensten und detailliertesten kämpfte Karlheinz Kaufmann mit Schwarz an Brett 3 um den Sieg gegen seinen deutlich höher dotierten Gegner und er gewann. Ein ziemlich temperamentvolles und verwickeltes Morragambit führte Volkhard Peter nach nur 25 Zügen zum Gewinn gegen einen etwa gleichstarken Gegner. An den Brettern fünf bis acht waren wir nominell etwas besser besetzt. Norbert Grabowski spielte Remis. Lukas Polakowski, endlich mal wieder dabei, und Frank Scherfke gewannen gegen ihre sehr jungen Gegner. Ralf Sawinsky spielte gegen einen weiteren hoffnungsvollen Jungspund der Potsdamer remis.

Volkhard Peter

Sehr gute Einzelleistungen und doch kein Sieg

Ein bisschen Hoffnung hatten wir uns mit der vierten Mannschaft im Vorhinein des Punktspiels schon gemacht, zählt der SV Wusterhausen doch noch zu den Gegnern in der Regionalliga, die sich in Schlagdistanz zu uns befinden. Unsere Erwartungen wurden bestätigt. Ein bisschen Hoffnung hatten wir uns mit der vierten Mannschaft im Vorhinein des Punktspiels schon gemacht, zählt der SV Wusterhausen doch noch zu den Gegnern in der Regionalliga, die sich in Schlagdistanz zu uns befinden. Unsere Erwartungen wurden bestätigt. Die Gesamtwertung blieb auch nach den anschließenden Remisen von Peter Müller und Igor Diesterheft ausgeglichen. Dabei muss erwähnt werden, dass Igor mit Dirk Brunk einen genauso starken Gegner hatte wie ich.Doch das waren schon unsere Ruhmestaten an diesem Spieltag. Peter Mutschmann und Karsten Materka mussten sich beide ihren Gegnern geschlagen geben. Schließlich trug Martin Hannemann, in seiner Partie klarer Favorit, noch ein Remis zum 3:5 Endstand bei. Bei nachträglicher Betrachtung hätten Rüdiger und Martin ihre Partien durchaus gewinnen können und das hätte den 4:4 Gesamtstand bedeutet. Aber wir sind ja keine Freunde des „wenn“ und „hätte“, oder doch?

Philipp Bringmann

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Runde 6 - 5.2.2012

Mannschaftserfolg diesmal auch dank der Ersatzspieler

In der 6. Runde der Landesliga am 5. Februar hatten wir als überraschender Spitzenreiter die 2. Mannschaft von Empor Potsdam zu Gast. Auf Grund zweier erkrankter Stammspieler (G.Billing und K.D.Heckert) mussten wieder Ersatzspieler an den hinteren Brettern eingesetzt werden. In dieser Saison hatten wir damit bisher keine guten Erfahrungen. Mit 0 Punkten aus 3 Partien war die Ausbeute mehr als mager. Aber diesmal sollte es besser werden. Nach knapp 3 Stunden gelang es Ersatzspieler Dr. Thomas Melerowicz die 1:0 Führung herzustellen. Nach den beiden Unentschieden an den Spitzenbrettern von Michael Ermitsch und Ekkehard Ellenberg brachte die Niederlage von Carsten Schwenteck den zwischenzeitlichen 2:2 Zwischenstand. Für uns stand es aber an den restlichen Brettern nicht schlecht, so dass die Hoffnung, einen weiteren Spieltag an der Tabellenspitze zu bleiben, nicht unberechtigt war. Jan Eichler gelang es, seinen Vorteil sicher zu verwerten und auch Jens Spittler konnte seinen Stellungsvorteil in einen vollen Punkt umsetzen. Somit musste aus den restlichen 2 Partien nur noch ein Remis zum Mannschaftssieg geholt werden. Das gelang dann dem 2. Ersatzmann Uli Stegemann und zu guter Letzt konnte auch Stefan Kayser seine Partie remis gestalten. Somit stand der 5:3 Erfolg fest und wir sind auch nach dem 6. Spieltag immer noch Tabellenführer. Am nächsten Spieltag müssen wir unsere Führung in Potsdam bei der Mannschaft von Rochade West verteidigen. Dann hoffen wir, wieder mit dem Stammachter antreten zu können.

Carsten Schwenteck

Ersatzgeschwächte Zweite!

Nach der letzten hohen Niederlage gegen Eberswalde II sollte es in diesem Jahr besser werden. Die Vorzeichen für eine Revanche waren äußerst ungünstig, da die Hälfte der Mannschaft nicht eingesetzt werden konnte, die ersten vier Bretter, also unsere stärksten Spieler. Alle konnten wir auch nicht ersetzen, wir spielten nur mit sieben Mann. Eberswalde hatte auch Pech, denn ein Auto hatte bei den extremen Temperaturen einen Defekt, so dass sie auch nur zu siebt antreten konnten. Bei uns blieb Brett 1 unbesetzt, bei Eberswalde Brett 6, was Rainer Witthuhn einen leichten Punkt bescherte.

Der Kampf gestaltete sich recht spannend mit leichten Vorteilen für den Gegner. An Brett 2 hatte Wolfgang Meier seine angestrebte Eröffnung zügig runter gespielt und strebte eine gefährliche Figurenfesselung an. Aus diesem Versuch ging aber sein erfahrener Gegner als Sieger hervorg. An Brett 3 und 4 erreichten Bernd Rast und Wolfgang Fiß gegen kampfstarke Gegner gute Remis. Martin Hannemann unterlag trotz guten Spiels dem sehr jungen Paul Mätzkow, Landesmeister seiner Altersklasse. Nun wollte Eberswalde auch den Gesamtsieg, wofür ein Remis aus den letzten beiden offenen Partien genügt hätte. Robert Wetzker, der trotz enormer beruflicher Belastung uns immer wieder gut gelaunt verstärkt, ließ seiner Gegnerin keine Chance. Die letzte Partie von Richard Pfeiffer mussten wir unbedingt gewinnen um den Mannschaftskampf unentschieden zu gestalten. Richard, immer bemüht den Kampf für sich zu entscheiden, ließ uns ganz schön Schwitzen, holte dann aber den vollen Punkt. Ein schöner Erfolg für die Zweite.

Bernd Rast

Philipp Zitzelsberger mit glänzendem Einstand

Bei seinem Debüt in der Regionalligamannschaft SCO III hatte der 14-jährige Philipp Zitzelsberger an Brett 8 und noch ohne DWZ, nicht irgendwen zum Gegner, sondern den gestandenen Rainer Kuhnke, der eine DWZ von 1685 auf die Waage brachte. Es war sehenswert, wie Philipp mit großer Ruhe und Übersicht seine Partie zum Sieg führte. Zuvor hatten Volkhard Peter, mit großem Glück nach einem groben Patzer seines Gegners, und Ralf Sawinsky souverän ihre Partien gewonnen. Daniel Goepel hatte seine erreichte Remisstellung noch zur Nullnummer verdorben, während Oliver Ullrich trotz mehrerer Ungenauigkeiten im Endspiel das Remis halten konnte. Manfred Schulz gelang, über längere Zeit mit zwei Minusbauern auf Verlust stehend, nach Wiedergewinn eines Bauern noch ein wertvolles Remis. An Brett 1 wog die Initiative Jörg Engbergs gegen den Ex-Schwantener Volkmar Weiß auf Dauer die bzw. den Minusbauern nicht auf und er musste schließlich kapitulieren. Als positives Fazit bleibt festzustellen: Die drei Ersatzleute holten 1,5 Punkte, darunter der glänzende Sieg von Philipp Z., an zwei Brettern stand uns das Glück zur Seite und der Kampfgeist zahlte sich aus, 4,5:3,5 gegen einen an sechs Brettern wertzahlüberlegenen Gegner.

Volkhard Peter

Igor Disterheft besiegt FM Reichenbach

Die vierte Mannschaft wurde am sechsten Spieltag vom SC Oberkrämer (ehemals SC Schwante) im neuen Spiellokal erwartet. Wie schon häufig in dieser Saison waren uns unsere Gegner in der DWZ überlegen. So war der Verlust von Eckhard Gesierich gegen seinen stärkeren Gegner nach dem Stiftengehen einer Qualität zu erwarten. Auch Peter Müller am ersten Brett musste die Überlegenheit des Oberkrämer-Spitzenspielers Rainer Hoffmann anerkennen. Doch ganz so trostlos sollte es nicht weitergehen. Der frischgebackene KEM-Vierte Karsten Materka spielte wieder sehr stark und offensiv. Am Ende konnte er seinen Mehrbauern jedoch nicht mehr in einen Sieg verwandeln. Für ein Remis hat es gereicht. Gegen meinen ebenfalls stärkeren Gegner war ein Unentschieden das erklärte Ziel. Er kämpfte verbissen und setzte in unserer relativ ausgeglichenen Stellung alle Hebel in Bewegung. Bis zum Schluss konnte ich gegenhalten, als auch er zugab: „Mir fällt nichts mehr ein.“ Es folgten zwei Niederlagen von Hilmar Höhne und Rüdiger Nieber, bevor es zum überraschenden einzigen Sieg für Oranienburg kam. Diesen holte Igor Diesterheft gegen niemand geringeren als FIDE-Meister Werner Reichenbach. Der ließ nach einem Fehlgriff mit Turmverlust sein meisterliches Können allerdings noch sehen und hielt Igor mit der Dame ganz schön auf Trab. Doch durch konzentriertes Spiel kam unser Mann schließlich zu seinem Punkt. Bei unserem Mannschaftsleiter Bernhard Roquette sah es zu dieser Zeit schon nicht mehr rosig aus. Sein Gegner hatte ihm durch eine Fesselung trickreich den Turm genommen und gewann schließlich.

Das Endergebnis von 2:6 hätte durchaus noch etwas besser ausfallen können, aber insgesamt war Oberkrämer an diesem Tag die bessere Mannschaft.

Philipp Bringmann

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